03.09.2026

Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende, der Erste und der Letzte.

Offenb. 22,13. Gott ist das A und das O, der Anfang und das Ende, Offenb. 21,6. Eben dieses sagt auch Jesus Kap. 22,13. von Sich, setzt aber dazwischen, was Er schon Offenb. 1,17. von Sich gesagt hatte: Ich bin der Erste und der Letzte. Wäre Christus nur ein Geschöpf, oder doch ein niedrigeres Wesen als der Vater, so könnte Er dieses Alles nicht von Sich selbst sagen, und wäre alsdann nicht der Erste, sondern der Zweite nach dem höchsten Gott. Auch wäre Er nicht der Letzte, zu dem Alles wieder zurückkehren müßte, sondern der Uneinsletzte, über den man noch hinausgehen müßte, um zu dem höchsten Wesen, zu dem uns die ganze heilige Schrift hinweist, zu gelangen. Er wäre auch nicht der Anfang, sondern der Nächste nach dem Anfang, und auch nicht das Ende, oder das Ziel aller Dinge, sondern der Nächste vor diesem Ende und Ziel. Weil Er aber Gott über Alles gelobet in Ewigkeit ist, so ist Er, wie der Vater, mit welchem Er Eins ist, das A und O, das ist der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende. Er ist der Ursprung und das Ziel aller Dinge. Von Ihm sind alle Dinge, und wenn durch Ihn Alles wieder nach dem Wohlgefallen Seines Vaters eingerichtet ist, so kommen alle Dinge wieder zu Ihm. Es ist Alles durch Ihn und zu Ihm erschaffen, und der Zweck der durch Ihn ausgeführten Erlösung ist dieser, daß Ihm Alles unterthan werde. Durch Seinen Geist erneuert, belebt und erleuchtet Er Alles, was selig werden soll, und diejenigen, die Er so erneuert, belebt und erleuchtet, hangen Ihm als ihrem Haupt an, und sind ewiglich Sein Eigenthum. Er ist das Wort, das im Anfang bei Gott, und das Leben, das bei dem Vater war, und den Menschen erschienen ist. Wenn aber am Ende Gott Alles in Allen sein wird, so wird auch Er als das wesentliche Wort Gottes Alles in Allen, und insonderheit auf die vollkommenste Weise das Leben und das Licht der Menschen sein. Wie hoch sollen wir also Jesum unsern Heiland schätzen! Wie demüthig sollen wir Ihn preisen! Wie begierig uns zu Ihm wenden! Er, der vor der Welt war, durch den Alles gemacht ist, was gemacht ist, und der insonderheit als der Mittler zwischen Gott und Menschen der Urheber oder die Ursache unseres Heils, Hebr. 5,9., worden ist, soll auch der Gegenstand unseres Verlangens, unseres Vertrauens, und unserer Anbetung, ja das Ziel unseres Laufes sein. Ihm sollen wir unsere Herzen opfern, Ihn sollen unsere Lippen preisen, und Ihn soll unser Wandel ehren. Er ziehe uns zu Sich, Er offenbare ich uns, Er nehme uns auf, daß wir ewiglich seien, wo Er ist, und Seine Herrlichkeit sehen. Wie thöricht sind diejenigen, die ihr Glück aus ihnen selbst und aus andern Kreaturen herleiten, und erschaffene Dinge in diesem Sinn für ihr A, für ihr Erstes, und für ihren Anfang, das ist für die Urheber ihres Wohlstandes halten. Wie thöricht sind sie auf einer andern Seite, wenn ihre Wünsche und ihr Bestreben sich im Reichthum, in der Wollust, oder in der Ehre bei den Menschen endigen, als ob diese ihr O, ihr Letztes und ihr Ende wären. Solche Leute werden freilich sich betrogen finden und darben, wenn das Wesen dieser Welt vergehen wird. Mel.: Entfernet euch, ihr matten Kräfte. 1.
Wer wundert sich ob meinem Liede,
Daß dieß allein auf Jesum geht?
Nur der wird Seines Lobes müde,
Der Seine Größe nicht versteht.
Ist’s denn nicht so?
Das A und O
Ist Jesus in der Schrift allein;
Sollt’ Er’s in meinem Lied nicht sein? 2.
In Christo faßte Gott zusammen,
Was sichtbar und nicht sichtbar ist;
Der Vater gab uns keinen Namen
Zum Seligsein, als Jesum Christ.
Was außer Ihm
Ich sing’ und rühm’,
Ist Gott kein angenehmer Klang,
Ein leer Gedicht, ein falsch Gesang. 3.
O wäre nur von Seinem Lobe
Mir Mund und Herz beständig voll!
O lehrte mich Sein Geist die Probe,
Wie man im Himmel singen soll!
So arm ich bin,
Doch lob’ ich Ihn.
Ach Vater, nimm mein Stückwerk an,
Bis ich es dort vollkommen kann!